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Good Practice

Beispiele geförderter Mobilitätsprojekte

Die folgenden Kurzberichte geförderter Mobilitätsprojekte zeigen, welchen Nutzen diese für Unternehmen und die jugendlichen Lerner haben können.

Transnationale Ausbildung bei der Deutschen Bahn
Auszubildende für den Beruf Kaufmann/-frau für Verkehrsservice bei der Deutschen Bahn AG haben die Möglichkeit, an einem Austauschprogramm mit der französischen Eisenbahn SNCF oder der polnischen Bahn PKP teilzunehmen. Während des dreiwöchigen Aufenthaltes in den Nachbarländern werden den Auszubildenden einerseits theoretisch grundlegende Kenntnisse für die Arbeit bei der Partnerbahn vermittelt, andererseits werden sie aber auch praktisch im Zugbegleitdienst, im Servicebereich und in den Reisezentren eingesetzt.

Zur Vorbereitung auf den Aufenthalt finden im ersten Ausbildungsjahr Workshops mit den Auszubildenden statt, in denen diese mit den Besonderheiten des Gastlandes vertraut gemacht werden. Die Teilnehmer am Projekt erlernen aber auch die Sprache des Gastlandes. Der Aufenthalt selbst findet erst im zweiten Ausbildungsjahr statt.

Industriell-technische Auszubildende lernen in dänischen Unternehmen
Der entsendende Ausbildungsbetrieb MAN Diesel SE hat als Ergänzung zu einigen industriell-technischen Berufen für den eigenen Bedarf ein eigenes Berufsbild „International Service Engineer“ entwickelt. In diesem Mobilitätsprojekt wurden die zu diesem Berufsbild gehörenden Inhalte vermittelt: Kultur, Sprachen, Kundenorientierung und Präsentationstechniken.

Das Großunternehmen hat zwanzig industriell-technische Auszubildende aus dem 3. und 4. Ausbildungsjahr jeweils für 3 Wochen im Schwesterunternehmen in Dänemark verbringen lassen, um dort die Prozess- und Produktionsabläufe kennen zu lernen, ihre englischen Sprachkenntnisse auszubauen, ihre Selbständigkeit in Hinblick auf den späteren weltweiten Einsatz bei der Betreuung von Kunden und Lizenznehmern zu erweitern und um die Kontakte zwischen den Werken in Deutschland und Dänemark zu erweitern.Weitere Information auf folgender Website: www.man-ausbildung.de

Steinmetzzentrum Königslutter
Das Steinmetzzentrum Königslutter schickt im Rahmen eines Mobilitäts-Programms ihre besten Steinmetzlehrlinge in Marmorbetriebe nach Italien, wo sie im normalen Arbeitsalltag der italienischen Betriebe ihre Kenntnisse und Fähigkeiten erweitern können. Die Verteilung der Auszubildenden auf die Betriebe in Italien übernimmt ein deutscher Bildhauer vor Ort, der auch die jungen Leute in Italien betreut. Im Rahmen dieses von der Handwerkskammer Braunschweig betreuten Projektes konnten bereits 60 Auszubildende nach Carrara fahren. Das Steinmetzzentrum Königslutter der Handwerkskammer verlangt auch die Führung eines Berichtsheftes über die Tätigkeit in Italien, in das auch Berichte über kulturelle Aktivitäten einzutragen sind. Der Aufenthalt schließt die Erlernung des Italienischen ein.

Austausch von Auszubildenden mit den Niederlanden
Im Rahmen des Projektes BAND (Bilateraler Austausch Niederlande – Deutschland) werden Partnerschaften zwischen deutschen und niederländischen Einrichtungen der beruflichen Bildung gefördert.

Ziel des Programms ist es, den Einrichtungen einen Impuls zu geben, den gegenseitigen Austausch in der beruflichen Erstausbildung als festen Bestandteil der Ausbildung zu implementieren und die internationale Zusammenarbeit auf eine dauerhafte Basis zu stellen.

Auszubildende aus Deutschland und den Niederlanden erhalten die Möglichkeit, einen Abschnitt ihrer Ausbildung im Partnerland zu absolvieren (drei bis zwölf Wochen). Sie lernen dabei, sich mit einer neuen Kultur und den Umgang mit einer fremden Sprache auseinander zu setzen. Gleichzeitig erhalten die Auszubildenden die Möglichkeit, ihre berufliche und persönliche Qualifikation zu erweitern.

Projektverantwortliche, Ausbilder und Lehrer werden durch Aufenthalte im Partnerland und Teilnahme an gemeinsamen Tagungen auf die Aufgaben einer effektiven Projektbegleitung vorbereitet.

In Deutschland wurde das Projekt BAND betreut durch InWEnt (Internationale Weiterbildung und Entwicklung gGmbH in Bonn. Website: www.europa.inwent.org

Fortbildungs- und Praktikumsaufenthalt für Ausbilder in Tschechien und Polen
Die Regierung von Oberbayern führte für Berufsschullehrer und Ausbilder im Einzelhandel einen 1wöchigen Auslandsaufenthalt in Prag/Tschechien durch. Die Projektteilnehmer sind gemeinsam im mündlichen Prüfungsausschuss der IHK für den Einzelhandel tätig. Die aufnehmende Einrichtung war die Firma Globus, SB-Warenhaus, Prag.

Das Projekt besteht aus zwei Fortbildungsreisen, je eine 2008 (nach Prag) und 2009 (zur METRO GROUP nach Warschau). Die Teilnehmer haben in den modernen osteuropäischen Einzelhandelsbetrieben neue Entwicklungen analysiert und in Aufgabenstellungen für die fachpraktischen Übungen in der IHK-Abschlussprüfung für den Einzelhandel umgesetzt.

Eine ausführliche Beschreibung findet sich auf der Website des ISB: www.isb.de

Einblick in das Lebensmittelmarketing in Heidenheim
An diesem Projekt kamen die beiden Partner aus Spanien und Deutschland. Partner im Gastland Deutschland war die Kaufmännische Schule Heidenheim. Bei den Teilnehmern handelte es sich um 17 Auszubildende, die in Zorrilla (Valladolid) einen Berufsschulkurs in internationalem Handel und Marketing absolvierten. Die Schüler hatten sich an das spanische Außenhandelsministerium gewandt und sich über Lebensmittel- und Weinunternehmen informiert, die die Absicht hatten, neue Märkte in Deutschland zu erschließen. Anschließend entwickelten sie mit fünf Unternehmen ein Projektkonzept.

An der Schule in Heidenheim wurden in verschiedenen Fächern neue Kenntnisse erworben (internationales Marketing, Wirtschaftsenglisch, Computeranwendungen, Verwaltungsmanagement und internationale Verhandlung). Insbesondere wurde aber auch in deutschen Supermärkten und Fachgeschäften (z. B. bei Weinproben) 500 Umfragen durchgeführt; des Weiteren folgten Treffen mit deutschen Importeuren in der Handelskammer. Die Erfassung und Analyse der Ergebnisse erfolgte mit dem Computerprogramm "TEST".

Weitere Beispiele sind unter www.na-bibb.de dokumentiert.