
Um diesen Ansprüchen genügen zu können, muss das ECVET die vorhandenen Leistungsdefinitionen in den nationalen Berufsbildungssystemen und den Informationsbedarf der Wirtschaft berücksichtigen. ECVET soll nationale Zertifizierungssysteme nicht ersetzen, sondern auf ihnen aufbauen und sie ergänzen.
In der Studie "ECVET im Automotive-Sektor" stehen im Zentrum des Forschungsinteresses deshalb Fragen der Anschlussfähigkeit der auf politischer Ebene gefundenen Lösungen in der (Berufsbildungs‑)Praxis der Wirtschaft. Im Fokus der Untersuchung stehen Fragen der Anwendbarkeit von Leistungspunkten in der betrieblichen Praxis, die anhand von leitfadengestützten Interviews mit Experten der betrieblichen Praxis diskutiert werden. Auf dieser Grundlage werden die Möglichkeiten und Erfordernisse einer breiter angelegten Implementierungsinitiative sondiert. Dabei wird insbesondere untersucht, inwieweit der Einsatz des ECVET-Instrumentariums positive Beiträge zur Flexibilisierung des Dualen Systems leisten kann.
Reglin, T. / Schöpf, N.:
ECVET im Automotive-Sektor. Untersuchung zu den Erfordernissen der Erprobung eines Credit-Systems für die Berufsbildung in der deutschen Automobilindustrie. Nürnberg 2007
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