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Europäischer Qualifikationsrahmen (EQR)

Der Europäische Qualifikationsrahmen (EQR) – englisch: European Qualifications Framework (EQF) – steht in engem Zusammenhang mit den beiden Leistungspunktesystemen auf europäischer Ebene:

Der Europäische Qualifikationsrahmen für Lebenslanges Lernen (EQR) legt ein System von (Niveaustufen) fest, über das sich die in Bildungsgängen erzielten Lernergebnisse - definiert über die Deskriptoren Kenntnisse, Fertigkeiten, Kompetenzen - allgemein beschreiben lassen. Der EQR stellt die Vorraussetzung für die Vergleichbarkeit von in verschiedenen europäischen Qualifikationssystemen erworbenen Bildungsabschlüssen her. Mit der Entwicklung des EQR verbunden ist die Empfehlung an die in den Kopenhagen Prozess eingebundenen europäischen Länder, auf freiwilliger Basis Nationale Qualifikationsrahmen (NQR) zu schaffen, über die sich die in den nationalen Qualifikationssystemen erzielten Lernergebnisse systematisch beschreiben lassen. Durch Zuordnung der NQR-Level zum EQR können Qualifikationen aller beteiligten Länder vergleichbar werden.

Unternehmen werden mit dem EQR in mehrfacher Hinsicht in Berührung kommen: Die grundsätzliche Zuordnung der nationalen Qualifikationsniveaus zum EQR wird durch staatliche Gremien geleistet, wobei in Deutschland kontinuierliche Konsultation der Arbeitgeber- und Arbeitnehmerseite vorgesehen ist. - Sobald die Instrumente umgesetzt werden, sind Unternehmen als Mitglieder der Prüfungsausschüsse der Kammern auch mit den Levels von EQR und NQR konfrontiert. Dies gilt auch für die Auswahl geeigneter Bewerber: Um die europaweite Lesbarkeit ihrer Bewerbungsunterlagen zu erhöhen, werden Bewerber in nicht allzu ferner Zukunft ihre Qualifikationen mit Verweisen auf die EQR-Levels spezifizieren. Daher ist es für Unternehmen wichtig, die Sprache dieses Instruments zu verstehen und einschätzen zu können.