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Hintergrund

Die berufliche Bildung und Weiterbildung umfasst in den Ländern Europas eine Vielzahl unterschiedlicher Berufsbildungssysteme und -akteure. Für die Qualitätsbewertung und damit auch für die Vergleichbarkeit der Ergebnisse der verschiedenen Berufsbildungsprozesse existieren bislang keine einheitlichen Kriterien.

Vor dem Hintergrund sich rasch wandelnder Qualifikationsanforderungen und zunehmender Mobilität auf dem europäischen Arbeitsmarkt kommt der Entwicklung systematischer Qualitätssicherungssysteme in der Berufsbildung daher zunehmende Bedeutung zu.

Qualität ist die Grundlage des gegenseitigen Vertrauens ("mutual trust"), ohne das trotz bestehender bzw. neu geschaffener Anerkennungsrichtlinien und eines Europäischen Qualifikationsrahmens (EQR) kein europäischer Bildungsraum entstehen kann. Nur auf der Basis gegenseitigen Vertrauens können Anerkennung und Durchlässigkeit innerhalb und zwischen den Bildungssystemen realisiert werden.

Nur wenn die Qualität von Bildungsgängen und -angeboten auf nationaler Ebene anhand gemeinsamer Kriterien überprüft werden kann, können diese auf europäischer Ebene zuverlässig vergleichbar gemacht und wechselseitig anerkannt werden.

Daher haben die Bildungsminister der Europäischen Union dem Thema Qualitätssicherung bereits 2002 in der Erklärung von Kopenhagen einen hohen Stellenwert auf der Agenda der bildungspolitischen Zusammenarbeit eingeräumt.

Der Europäische Bezugsrahmen für die Qualitätssicherung in der beruflichen Aus- und Weiterbildung EQARF ist eine notwendige Ergänzung der verschiedenen europäischen Initiativen wie des Europäischen Leistungspunktesystems für die Berufsbildung (ECVET), des Europäischen Qualifikationsrahmens für Lebenslanges Lernen (EQR) und des Europass, die darauf zielen, verschiedene Fertigkeiten und Fähigkeiten anzuerkennen, die von Lernenden in verschiedenen Ländern oder Lernumgebungen erworben wurden.