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Geschichte

Im März 2000 definierten die europäischen Staats- und Regierungschefs in Lissabon das Ziel, Europa bis zum Jahr 2010 zum „wettbewerbsfähigsten und dynamischsten wissensbasierten Wirtschaftsraum der Welt zu machen“.

Im Rahmen einer Strategie zur Erreichung dieser anspruchsvollen Zielsetzung wurden auch Ziele für die allgemeine und berufliche Bildung festgelegt. So wurde, als der Europäische Rat im März 2001 in Stockholm Wirtschafts- und Sozialfragen behandelte, der „Bericht über die konkreten künftigen Ziele der Systeme der allgemeinen und beruflichen Bildung“ angenommen. Kernpunkte sind die Qualitätsverbesserung der allgemeinen und beruflichen Bildung in der EU, der Zugang zum lebenslangen Lernen für alle Bürger und die internationale Öffnung der europäischen Bildungssysteme. Unter Beachtung der Prinzipien der Subsidiarität und der Verhältnismäßigkeit wird die offene Methode der Koordinierung für geeignet befunden, Verbesserungen auch im Bereich der allgemeinen und beruflichen Bildung zu erzielen. Der Rat verwies auf die Dringlichkeit von Maßnahmen zur Mobilitätsförderung und gab die Entwicklung eines entsprechenden Aktionsplans in Auftrag.

Auf der Sitzung der Generaldirektoren für berufliche Bildung im Oktober 2001 in Brügge wurde ein Kooperationsprozess für die berufliche Aus- und Weiterbildung angeregt, der in der Kopenhagen-Erklärung vom Juni 2002 konkrete Gestalt annahm. Ihr Schwerpunkt liegt auf Maßnahmen zur Verbesserung von Transparenz und Anerkennung und zur Steigerung der Mobilität. Es wurde beschlossen,

So genannte „Technische Arbeitsgruppen“ begannen mit der Entwicklung der Instrumente EQR und ECVET. Im Juni 2005 legte die zuständige Arbeitsgruppe die „technischen Spezifikationen“ für ein ECVET vor.

Die Europäische Kommission organisierte von November 2006 bis März 2007 eine öffentliche Konsulation, deren Ergebnisse im Juni 2007 im Rahmen der deutschen EU-Ratspräsidentschaft auf einer Konferenz in München diskutiert wurden. In der letzten Phase des EU-Beschlussfassungsverfahrens legte die Europäische Kommission ihren Vorschlag zu ECVET im April 2008 dem Europäischen Parlament und dem Rat zur Beschlussfassung vor; am 18.06.09 wurde die Empfehlung angenommen.