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Das Studium unter dem ECTS-Regime weist vereinfachend folgendes Grundmuster auf:

Die ECTS-Bewertungsskala gliedert die Leistung der Studierenden nach statistischen Gesichtspunkten. Daher sind statistische Daten über die Leistung der Studierenden Voraussetzung für die Anwendung der ECTS-Bewertung. Die erfolgreich Studierenden erhalten folgende Noten:
Für nicht bestandene Module werden die Noten FX ( „verbesserungswürdig“) und F („grundlegend verbesserungswürdig“) vergeben, in der Regel jedoch nicht öffentlich dokumentiert.
Dieses Benotungsverfahren hat Kritik am ECTS hervorgerufen. Da die Bewertung des Studienerfolgs im Rahmen des ECTS an Prozentwerte gekoppelt ist, wird automatisch eine Normalverteilung der Noten erzeugt, und zwar
Dem System wird deswegen vorgehalten, „dass A nicht gleich A ist“. Unter der Annahme, dass es bessere und schlechtere Jahrgänge, bessere und schlechtere Hochschulen gibt, könnte der Fall eintreten, dass ein Student für ein und dieselbe Leistung mit „A“, aber auch mit „C“ bewertet werden kann.
Es spricht jedoch einiges dafür, die Leistung von Studierenden offen am Vergleich zu messen, anstatt die individuelle Notengebung an nur scheinbar objektiven Kriterien auszurichten, Schon bei der bisherigen Notenvergabe wurde darauf geachtet, „Ausreißer“ zu vermeiden und die Verteilung im Normbereich zu halten. Ein einstellendes Unternehmen kann sich also weiterhin daran orientieren, dass ein „A“ der bisher vergebenen „1“ entspricht, ein „B“ der alten „2“ und so weiter.
In der bislang üblichen Praxis in Deutschland ist es zudem so, dass der Abschluss zählt und nicht Noten, die auf dem Weg seiner Erreichung erzielt worden sind. Diese Tendenz wird durch die Einführung des ECTS eher verstärkt. Die großen Zwischen- und Abschlussprüfungen entfallen in diesem Modell weitgehend; die einzelnen Module werden kleinteilig und separat zertifiziert. So wird zwar von den Hochschulen die Bewertung für einzelne Module erfasst und dokumentiert; für die Praxis zeichnet sich jedoch ab, dass diese Bewertung für Einstellungspolitik und die Personalentwicklungspläne von Unternehmen nur eine geringe Rolle spielen wird.