
Das ECTS beruht auf einer Gliederung aller Elemente eines Hochschulstudiums in Module. Jedem Modul wird eine von der jeweiligen Hochschule festzulegende Anzahl von Kreditpunkten zugerechnet.
Das Instrument ECTS ist „workload“-orientiert; das heißt, die Zurechnung von Kreditpunkten zu einzelnen Modulen erfolgt entlang der (durchschnittlichen) Zeit, die zur Absolvierung des jeweiligen Moduls erforderlich ist.
Das (neuere) Leistungspunktesystem für die berufliche Bildung, ECVET, soll dagegen „outcome“-orientiert aufgebaut werden; das heißt, die Zurechnung von Kreditpunkten erfolgt nicht entlang der erforderlichen Lernzeit, sondern entlang des Lernergebnisses.
Die vorliegenden Erfahrungen und Vorschläge zur Erfassungspraxis zeigen jedoch, dass diese scheinbar so gegensätzlichen Modelle wohl ineinander übergehen werden:
Auf europäischer wie auf nationaler Ebene wird es hier bleibende Aufgabe der Bildungsverantwortlichen sein, ein zuverlässiges Verfahren zu entwickeln, das dem einstellenden Unternehmen ein klares Bild über die Qualifikation seiner (potenziellen) Mitarbeiter bietet.