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Sekundäre Schulbildung

Im Anschluss an den Besuch der Grundschule haben die Schüler die Möglichkeit eine Mittelschulausbildung zu durchlaufen. Diese kann an verschiedenen Schultypen in allgemeiner oder fachlich orientierter Form abgeschlossen werden.

Für die Aufnahme an einer Mittelschule sind der erfolgreiche Abschluss der Pflichtschule sowie das Durchlaufen eines Aufnahmeverfahrens notwendig. Bis Ende Februar des vorherigen Schuljahres muss der Schüler sich an der Schule anmelden. An einem einheitlichen Termin, meist im April, findet dann eine Aufnahmeprüfung statt, über deren Inhalt die jeweilige Schuldirektion bestimmt.

Auf einem Gymnasium haben die Schüler die Möglichkeit eine allgemein bildende, akademisch ausgerichtete Mittelschulbildung zu erhalten. Dabei können die Schüler zwischen verschiedenen Fachrichtungen auswählen. So zum Beispiel der geisteswissenschaftlichen, naturwissenschaftlichen, mathematischen, sprachlichen oder sportlichen Richtung. Der Großteil der Schüler besucht die allgemeinbildende Ausrichtung und wird damit auf den Besuch einer höheren Bildungseinrichtung vorbereitet. Nach vier Jahren schließen die Schüler das Gymnasium mit dem Abitur ab. Auf einem Konservatorium werden Schüler in verschiedenen Bereichen, wie Musik, Gesang, Tanz oder Schauspiel ausgebildet. Die Dauer einer solchen Ausbildung beträgt 8 Jahre. Für die Aufnahme an einem Konservatorium müssen die Schüler eine Talentprüfung ablegen. Erreicht werden kann der Abschluss DiS (diplomovany specialista). Dieser ist mit dem deutschen Fachhochschulabschluss vergleichbar. Beide Abschlüsse, sowohl das Abitur als auch der Abschuss DiS, ermöglichen den Absolventen den Übergang auf eine Bildungseinrichtung des Tertiärbereiches.

Neben dem Gymnasium und Konservatorium gibt es weitere Ausbildungsprogramme, die zum Mittleren Fachschulabschluss führen. Zum einen hat der Absolvent der Grundschulbildung die Möglichkeit eine Berufsmittelschule zu besuchen. Diese dauert 2 bis 3 Jahre und bildet Jugendliche in handwerklichen Berufen aus. Als berufspraktische Ausbildung findet etwa die Hälfte des Unterrichts in Lehrwerkstätten oder Betrieben statt. Diese Ausbildung schließt mit einem Gesellenbrief ab. Innerhalb von vier Jahren hat der Schüler einer solchen Schule die Möglichkeit neben dem Gesellenbrief das Abitur zu erlangen. Damit kann er sofort in den Arbeitsmarkt eintreten oder das Studium auf der tertiären Ebene fortsetzen.

Die Fachausbildung an einer beruflichen Fachmittelschule führt die Schüler innerhalb von vier Jahren zum Abitur. Es werden technische Fachrichtungen, wie Maschinenbau, Elektrotechnik und Bauwesen angeboten. Des Weiteren bieten Akademien die Fachzweige Bank, Handel und Management an. Auch die Absolventen dieser Schule können direkt in den Arbeitsmarkt eintreten oder mit einem zweijährigen Aufbaustudium fortfahren, um das Abitur zu erlangen.

Theoretisches, berufsspezifisches und praktisches Training können die Schüler einer höheren Fachoberschule erlangen. Innerhalb von 2-3 Jahren ist dort der Titel DiS (diplomovany specialista) zu erreichen.

Kinder mit gesundheitlichen oder sozialen Problemen können in Sonderschulen unterrichtet werden. Diese laufen parallel zu Normalschulen, wobei die gleichen Abschlüsse erreicht werden können. Haben Schüler größere Lernprobleme oder geistige Beeinträchtigungen, so können sie spezielle Sonderschulen besuchen. Dort werden sie so weit gefördert, dass sie eine Berufsausbildung beginnen können.