
Bis zum Jahr 2010 wird die Tschechische Republik die Lehrlingsausbildung reformieren, um diese an den Standard der Europäischen Union anzupassen. Seit Langem schon gibt es Kritik am Tschechischen System, es sei zu veraltet, den Ausgebildeten fehle es an Flexibilität, Mobilität sowie Sprachkenntnissen und die Vorbereitung auf das Berufsleben sei nicht ausreichend.
Die bedeutendste Veränderung besteht in einer drastischen Reduktion der Lehrfächer von bisher rund 800 auf 200. Die Ausbildung soll praxisnäher gestaltet werden indem einige größere Unternehmen in das System involviert werden sollen. Ziel ist außerdem eine breit gefächerte Ausbildung, das heißt, dass das Ausbildungssystem nicht zu sehr spezialisiert werden soll. Vielmehr soll den Auszubildenden ermöglicht werden auch in anderen, aber ähnlichen Berufen wie dem erlernten, eine Anstellung zu finden. Das flexible Wechseln der Arbeitsstelle, je nach Situation auf dem Arbeitsmarkt, soll dadurch ermöglicht werden. Des Weiteren soll das Beherrschen mindestens einer Fremdsprache Pflicht werden, ebenso wie eine einheitliche Abschlussprüfung. Durch die enge Zusammenarbeit der Firmen mit den Berufsschulen, soll der Ausbau der eigenen Facharbeiterausbildung erzielt werden.