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Übergang in das Berufsleben

Irland hat in den letzten 15 Jahren ein rapides Wirtschafts- und Beschäftigungswachstum erlebt. Es ist eine der am schnellsten wachsenden Volkswirtschaften in der entwickelten Welt. Dementsprechend ist die Arbeitslosenquote seit dem Ende der 90er Jahre des letzten Jahr-hunderts stark gefallen.

Die Jugendarbeitslosigkeit war in der Vergangenheit in Irland vergleichsweise hoch. Nicht zuletzt deswegen wurde 1989 die Initiative Youthreach ins Leben gerufen. Das Programm zeigt Erfolge: Im Jahr 2003 befanden sich 67 Prozent aller Teilnehmer des Grundkurses nach Abschluss in einer Ausbildung oder Anstellung; nach Abschluss des Fortgeschrittenen-Kurses waren es sogar knapp 80 Prozent.

Generell lag die Arbeitslosenquote in der Altersgruppe der 15- bis 24-Jährigen im Jahr 2007 bei 8,7 Prozent. Das sind knapp sieben Prozentpunkte weniger als der Durchschnitt der EU-27. Zum Vergleich: In Deutschland lag die Jugendarbeitslosigkeit 2007 bei 11,2 Prozent.

Ebenso ist die Arbeitslosigkeit von Schulabgängern seit Mitte der 80er Jahre gefallen: Während 1985 noch 40 Prozent aller Schulabgänger arbeitslos wurden, fiel diese Rate bis 2005 auf 14 Prozent. Es zeigt sich also, dass junge Menschen, die sich gegen eine akademische Ausbildung entscheiden, heute leichter einen Einstieg in das Berufsleben schaffen.

Die FÁS führte im Jahr 2007 eine Umfrage unter Personen durch, die 1999 eine klassische Lehre begonnen hatten und diese somit im Jahr 2003 abgeschlossen haben. Es wurde dabei neben der Zufriedenheit mit der Lehre auch nach dem momentanen wirtschaftlichen Status der ehemaligen Lehrlinge gefragt.

Knapp drei Viertel all derer, die eine Lehre beginnen, beenden diese auch. Lediglich sechs Prozent der Lehrlinge, die alle Ausbildungsphasen durchlaufen haben, bekommen am Ende das National Craft Certificate nicht verliehen – hauptsächlich, weil sie ungenügend im Examen abgeschnitten haben. Überdurchschnittlich hohe Abbruchquoten weist lediglich das ingenieurverwandte Gewerbe auf. Hier gibt die FÁS die Anregung, das Auswahlverfahren stärker auszubauen, um die Eignung der Bewerber frühzeitig festzustellen.

Die Arbeitslosigkeit der Absolventen des Jahrgangs 2003 ist sehr gering. 96 Prozent der Befragten hatten zum Zeitpunkt der Erhebung eine Festanstellung, nur zwei Prozent waren arbeitslos, der Rest befand sich überwiegend in Weiterbildungsmaßnahmen. Die meisten der Beschäftigten finden sich auch vier Jahre nach dem Ende der Lehre noch im gleichen Gewerbe wieder. Knapp zwei Drittel wurden nach dem Ende der Ausbildung von ihrem Lehrbetrieb übernommen. Es zeigt sich also, dass Inhaber des irischen staatlichen Facharbeiterbriefs sehr gute Arbeitsmarktaussichten haben.

Abb. 4: Anteil der Beschäftigten, die vier Jahre nach Ende der Lehre noch im Lehrbetrieb angestellt sind; nach Gewerbe, in Prozent

Quelle: FÁS (Anm.: Die 26 anerkannten Lehrberufe wurden zum Zweck der besseren Analyse von der FÁS gruppiert); eigene Darstellung.

Abb. 5: Momentaner/ letzter Beschäftigtenstatus; in Prozent

Quelle: FÁS (Anm.: Die 26 anerkannten Lehrberufe wurden zum Zweck der besseren Analyse von der FÁS gruppiert); eigene Darstellung.

Die erfreulichen Befunde der Studie zeigen klar, dass auch Schüler, die nach der Sekundarstufe I die Schule verlassen haben, durch eine Ausbildung zum Facharbeiter eine gute Position auf dem Arbeitsmarkt erhalten können.