
Das französische Berufsbildungssystem setzt hauptsächlich auf den Erwerb von allgemeinen Zertifikaten. Der Fokus liegt meist nicht auf der Ausbildung zu einem bestimmten Beruf mit seinem spezifischen Berufsbild, sondern auf den Zertifikaten, die als „Eintrittskarte“ für höhere Ausbildungen oder konkrete Stellen dienen. Abschlüsse lassen sich also nicht nur auf einem fest vorgeschriebenen, sondern auf mehreren Wegen erwerben: Das Berufsbefähigungszeugnis (CAP) beispielsweise entweder über eine Vollzeitschule oder über eine Art Lehre. Die vollzeitschulische Ausbildung ist immer noch das meistgenutzte Mittel, eine berufliche Qualifikation zu erreichen.
Mittlerweile versucht Frankreich allerdings Schule und Wirtschaft näher zusammen zu bringen und hat daher Bildungsabschlüsse etabliert, die eine Schulphase und eine Betriebsphase kombinieren (Alternanz). Auf diese Weise soll gewährleistet werden, dass Schüler schon während der Ausbildung die praktischen Anforderungen eines Betriebs kennenlernen. Die Betriebe wiederum profitieren durch Mitarbeiter, die bereits während ihrer Ausbildung direkt am Arbeitsplatz gearbeitet haben und dadurch Vorteile gegenüber den rein schulisch-Ausgebildeten haben.
Im Folgenden erfahren Sie mehr über die Bildungswege in Frankreich und die besondere Ausbildungsform der Alternanz, die Parallelen zur dualen Ausbildung in Deutschland aufweist.