
Diese in Finnland relativ neue Hochschulform zielt auf die schulische Berufsausbildung von Technikern- und Ingenieuren ab und ist als Alternative für ein deutlich längeres Studium an einer Technischen Hochschule zu sehen. Inzwischen ist dieser Weg ein fester Bestandteil des finnischen Ausbildungssystems geworden. Das Studium an einer Fachhochschule vermittelt eine wissenschaftlich fundierte Berufsausbildung. Die Fachhochschulen betreiben Forschungs- und Entwicklungsarbeit; als Träger eines hoch qualifizierten Bildungsangebots und Entwicklungsmotor für das Wirtschaftsleben in den Regionen, insbesondere für kleine und mittelständische Unternehmen, kommt ihnen in der Regionalentwicklung eine wichtige Funktion zu. Die an den Fachhochschulen angebotenen Studiengänge sind in der Regel praxisorientiert. Das Fachhochschulstudium dauert drei bis vier Jahre. Fachhochschulen sind auch auf dem Gebiet der Erwachsenenbildung tätig.
Zugangsvoraussetzung für das Studium an einer Fachhochschule ist der Abschluss einer allgemein bildenden Einrichtung oder Berufsbildungsanstalt der Sekundarstufe II, d. h. die allgemeine Hochschulreife oder ein beruflicher Abschluss der Sekundarstufe II bzw. eine gleichwertiger internationaler Abschluss oder Abschluss einer ausländischen Bildungseinrichtung. Studienplatzbewerber müssen sich im Rahmen des zentralen Vergabesystems um einen Studienplatz bewerben. Die Auswahl erfolgt aufgrund der schulischen Leistungen/Ausbildungsergebnisse, der Arbeitserfahrung und vielfach auch von Aufnahmeprüfungen.