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Übergang in das Berufsleben

Von einem Ausbildungsjahrgang beenden etwa 70 Prozent der Lehrlinge den Basiskurs der Ausbildung. Davon wiederum absolvieren 80 Prozent das Hauptprogramm erfolgreich. Insgesamt beendet also nur gut die Hälfte ihre Lehre. Dies liegt zum einen daran, dass nicht alle Lehrlinge einen Ausbildungsplatz in einem Betrieb finden. Weitere Gründe sind Fachwechsel sowie das ersatzlose Ausscheiden aus der Ausbildung. Etwa 60 Prozent der Abbrecher starten eine neue Ausbildung. In den Jahren 2000 bis 2005 zeigte sich, dass die absoluten Zahlen der Auszubildenden gesunken sind. Neben fallenden Schülerzahlen und einer gestiegenen Abbrecherquote ist hier auch anzuführen, dass mehr Schüler nach Abschluss der Schulpflicht in die berufsbildende Sekundarstufe II wechseln, statt eine Lehre zu beginnen.

Etwa 72 Prozent der Lehrlinge steht nach ihrem Abschluss dem Arbeitsmarkt zur Verfügung. Der Rest beginnt innerhalb der nächsten zehn Jahre eine neue Ausbildung oder wechselt in höhere Bildungsgänge. Generell finden dänische Ausbildungsabsolventen schnell eine Einstiegsstelle. Ebenso ist die Neigung hoch, sich nach den ersten Jahren Berufserfahrung weiterzubilden. Der dänische Arbeitsmarkt unterstützt solche Bildungsbiografien.

Anteil der Absolventen, die sich innerhalb der ersten zehn Jahre nach Ausbildungsabschluss weiterbilden (in Prozent)

  2000 2001 2002 2003 2004 2005
Abgeschlossene Berufsausbildung, total 100 100 100 100 100 100
Weiterbildung 26,8 26,7 26,9 26,8 28,0 27,9
Grundschule und nichtberufs-
qualifizierende Weiterbildung
1,1 1,4 1,7 1,9 2,3 2,2
Weiterbildung auf
Sekundarstufe II
1,5 1,4 1,5 1,4 1,6 1,4
Weitere Berufsausbildung 12,2 12,1 12,0 11,7 12,8 13,3
Kurzstudium 4,3 3,9 3,8 3,9 3,6 3,3
Fachgebundenes Bachelor-
und andere Mittelstudien
6,3 6,5 6,6 6,5 6,4 6,4
Bachelor (Uni.) und
Masterprogramme
1,4 1,4 1,3 1,4 1,2 1,3
Keine Weiterbildung 73,2 73,3 73,2 73,2 71,9 72,0
Quelle: eigene Darstellung nach UNI-C Statistics & Analysis.

Die Jugendarbeitslosigkeit in Dänemark liegt unter dem EU-Durchschnitt: 2006 betrug sie in Dänemark sieben Prozent, EU-weit gute acht Prozent. Ein 15-jähriger Däne kann im Durchschnitt erwarten, in den nächsten 15 Jahren insgesamt nur sechs Monate erwerbslos zu sein. Dadurch, dass in der dualen Ausbildung viel Praxiserfahrung gesammelt wurde, können dänische Berufsanfänger – was Gehalt und Wissensstand angeht - schnell zu den erfahrenen Arbeitskräften aufschließen. Ihre Arbeitsbedingungen und auch die Arbeitslosigkeitsraten sind bei Berufsanfängern und erfahrenen Arbeitskräften vergleichbar.