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Definition von Lerneinheiten

Der Begriff der Lerneinheit erfährt im ECVET-Konsultationsdokument eine sehr allgemein gehaltene methodische Charakterisierung: „Units“ sind Teile von Qualifikationen, die als Ensembles von Kenntnissen, Fertigkeiten und Kompetenzen beschrieben werden und durch Credits mit Bezug auf die Gesamtqualifikation, der sie angehören, gewichtet werden können. Der Umfang von Units kann dabei – weil von Umfang und Charakter der Gesamtqualifikation abhängig – ebenso wenig Thema sein wie die Verfahren ihrer Identifikation im Rahmen der Vorbereitung konkreter Mobilitätsereignisse. Konkrete Vorgaben auf diesem Feld würden die erforderliche Systemneutralität des ECVET in Frage stellen. Was der Begriff „Unit“ innerhalb eines Berufsbildungssystems sinnvoller Weise bedeuten kann, ist jeweils im konkreten Systemkontext zu entscheiden. ECVET vermittelt dann die Kommunikation über Systemgrenzen hinweg, wenn und insoweit Akteure der Berufsbildung sachliche Anknüpfungspunkte zwischen den Zielen und Inhalten von Bildungsprogrammen finden.

Aus der Perspektive des Prinzips der Beruflichkeit im Dualen System wird vor einer zu kleinteiligen, gewissermaßen ‚tayloristischen’ Konzeption von Units gewarnt. Insbesondere besteht die Befürchtung, der Begriff der Kompetenz könnte seine Trennschärfe gegenüber den Termini „Kenntnisse“ und „Fertigkeiten“ und damit das Potenzial verlieren, (vielfältig verflochtene) Aspekte einer umfassend verstandenen beruflichen Handlungsfähigkeit abzubilden.

Vor diesem Hintergrund wird es Aufgabe der Teilprojekte im BMBF-Pilotprogramm sein, zu einer Beschreibung von Units zu kommen, die die methodische Forderung einer ‚mittleren’ Dimensionierung so einlösen, dass ECVET zum Instrument der Mobilitätsförderung im Dualen System wird. Kriterien sind